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Luegallee aktuell:

Umfrage zur Luegallee geht in die 2.Runde:https://www.duesseldorf.de/radschlag/infrastruktur-stand-aktuelles/luegallee

Aufbruch in die Zukunft - Die Luegallee verändert sich wieder

22. Juli 2023 

Die Architektengruppe des VVV begrüßt die neue Entwicklung der Testphase zu den Radwegen in der Luegallee sehr. Der erste Schritt ist getan. Endlich weniger Konflikte, da keine Fahrräder und Scooter mehr auf dem Gehweg fahren, und mit Tempo 30 nehmen die Autofahrer mehr Rücksicht auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Doch damit nicht genug; weitere Maßnahmen sollten folgen.
Mit unserer Idee "Der blau - grüne Aufbruch" möchten wir ein paar Anregungen geben, wie sich die Luegallee und das Linksrheinische entwickeln könnten.




Ausgangspunkt:

Nicht nur der Klimawandel ist eine enorme Herausforderung für unsere Städte.

Die jahrzehntelange Entwicklung des Autoverkehrs hat unsere Städte an die Grenzen ihrer Belastung gebracht und die Lebensqualität für die meisten sehr eingeschränkt. Heute sind z.B. mehr PKW im Linksrheinischen zugelassen als es Parkplätze gibt und täglich belasten Pendler die Straßen der Stadt. Das führt in eine Sackgasse.

Eine Verkehrswende ist absolut überfällig und neue Formen der Mobilität werden dazu führen, dass der Autoverkehr abnimmt und so in den Städten mehr Platz entsteht.

Eine Mobilität für Alle ist gefragt, in der sich auch Ältere und Kinder sicher bewegen können.

In diesem Zusammenhang sind auch die Gewerbetreibenden der Luegallee herzlich eingeladen, diese Veränderung als Chance zu begreifen und für sich zu nutzen. Ihr Engagement für mehr Aufenthaltsqualität ist ganz wesentlicher Bestandteil einer positiven Umgestaltung und wird sich - so auch die Einschätzung der IHK Düsseldorf **- in verbesserten Verkaufszahlen niederschlagen.


Blick in die Zukunft

Hier ist deutlich mehr Phantasie gefragt als sie bisher im Linksrheinischen üblich war. Ein paar Vorgaben könnte uns den Einstieg erleichtern. Der sog. "Blau-Grüne-Ring" war Thema eines Städteplanerischen Wettbewerbs* den die Stadt Düsseldorf veranlasst hat. Blau und Grün stehen für Wasser und Pflanzen und damit für Elemente in der Stadt die wichtig für die Anpassung an den Klimawandel sind. Nicht nur im Gewinnerentwurf wurde hierbei die Oberkasseler-Brücke mit einbezogen. Wir wollen die Idee aufgreifen, "blau-grünen Aufbruch" nennen und für das Linksrheinische mit Phantasie weiter entwickeln.


Visionen:

Die Oberkasseler Brücke: Die Nordseite wird zur Umweltbrücke umgestaltet und für den Autoverkehr gesperrt, s. Entwürfe zum „Blau – Grünen Ring“.

Das Blau - Grüne Band: Auf dem nördlichen Teil der Luegallee vom Luegplatz bis zum Belsenplatz entstehen Nachbarschaftszonen, breite Vorgärten, kleine Parks mit schattenspendender Bepflanzung.

Der Belsenplatz: Hier entsteht der zentrale offene Stadtplatz für das Linksrheinische, wie in unserer Skizze von 2004, nur mit mehr Pflanzen und Bäumen.

Der Autoverkehr: Dieser wird auf der Südseite der Luegallee im Begegungsverkehr in einer Tempo 30 Zone mit Parkplätzen abwickelt.

Die Straßenkreuzungen: Diese werden auf der Luegallee wieder hergestellt und die heute getrennten Plätze (Luegplatz, Teutonenplatz und Barbarossaplatz) zusammengeführt.

Die Hochbahnsteige: Es entstehen zwei neue für die Straßenbahnen am westlichen Beginn der Luegallee und zwischen der Adalbertstraße und der Oberkasseler Straße. Der Hochbahnsteig Luegplatz wird nach Osten in die Umweltbrücke verschoben.

Kurzfristige Maßnahmen:

Der Blau – Grüne Pavillon: Im jetzt leerstehenden Rheinbahnhäuschen auf der Südseite des Barbarossaplatzes entsteht das „Blau – Grüne Infocenter“, mit dem Betreiber der Rheinbahn, die ja auch ganz wesentliche Aufgaben in der Entwicklung hat.

Testphase: Das „Blau – Grüne - Band“ auf der Luegallee wird während des Luegalleefest 2024 getestet.

Wir würden gerne alle zum "Spinnen" und Ideen sammeln einladen, z.B. auf unserem Stand auf dem Luegalleefest 2023.


Und wenn wir schon beim Zurückschauen sind, die Luegallee hat sich schon immer geändert: 1898 wurde auf der Luegallee neben Straßenbahn und Kutsche eine breite Flanierzone eingerichtet. 1955 wurde sie dann autogerecht. Flanieren wich dem Autofahren, die Plätze wurden getrennt. Nun ist es wieder an der Zeit, den Status quo hinter sich zu lassen und zum Wohle des Klim